Amtsgericht Unna / Landgericht Dortmund
Bewährung bei mehr als einer Million KiPo – Dateien
Dem Mandanten wurde vorgeworfen, 1,2 Millionen kinderpornographische und jugendpornographische Bilddateien sowie 150.000 Videos mit strafbaren Inhalten zu besitzen. In der ersten Instanz vor dem Amtsgericht Unna war er zu einer Haftstrafe verurteilt worden.
Nach Wechsel der Verteidigung und umfassender juristischer Vorbereitung wurde in der Berufung vor dem Landgericht Dortmund ein völlig neues Bild gezeichnet: Der Mandant hatte sich freiwillig in eine spezialisierte Therapie begeben, in der er sich intensiv mit seiner Pornosucht und seinen Neigungen auseinandersetzte. Diese ernsthafte Rehabilitationsmaßnahme wurde vom Gericht als entscheidender Faktor gewertet.
Dank dieser strategischen Verteidigung und der nachweislichen Einsicht konnte die Haftstrafe aufgehoben werden. Das Landgericht verurteilte den Mandanten stattdessen zu einer Bewährungsstrafe. Damit erhielt er die Chance, sein Leben außerhalb des Gefängnisses zu stabilisieren und die begonnene Therapie fortzuführen.
